Die Schwabenkinder

Vor einiger Zeit besuchte die 4. und 5. Klasse die Ausstellung „Schwabenkinder“ im Vintschger Museum in Schluderns.

Wer waren die Schwabenkinder?

Die Schwabenkinder waren Bergbauernkinder, die aufgrund der Armut ihrer Familien ins Schwabenland ziehen mussten. Sie kamen aus Vorarlberg, Tirol, Südtirol, der Schweiz und aus Lichtenstein. Ihr Ziel war vor allem Oberschwaben. Die Kinder waren zwischen 7 und 17 Jahre alt. Sie mussten nicht in die Schule gehen, weil sie im Schwabenland arbeiten mussten. Die Familien im Schwabenland waren katholisch, der Sonntagsgottesdienst war selbstverständlich. Die Kinder wurden von einem Pfarrer oder Lehrer ins Schwabenland begleitet. In Ravensburg, Überlingen und Friedrichshafen fanden die Kindermärkte statt. Wenn ein Bauer auf dem Rücken einen weißen Strich hatte, bedeutete das, dass er die Kinder nicht gut behandelte.
Die Kinder mussten von Josephi (19.03.) bis Martini (11.11.) im Schwabenland bleiben. Der Lohn bestand aus einem Geld- und Kleiderlohn. Die Kindermärkte wurden 1915 im Ersten Weltkrieg abgeschafft.

Der Ausflug hat Elias und Jonny gut gefallen, weil wir viel Neues gelernt haben.